Was tun bei Panikattacken?

Panikattacken können sich anfühlen, als würde „etwas Schlimmes gleich passieren“:

Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel, Gedanken wie „Ich halte das nicht aus“.

Wichtig ist: So intensiv es wirkt – eine Panikattacke ist unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich.

Sie hat einen Höhepunkt und lässt dann wieder nach.

In der Akutsituation: Erst beruhigen, dann handeln

  1. Bleib bei dir: Sag dir innerlich: „Das ist eine Panikattacke. Sie ist unangenehm, aber vorübergehend.“

  2. Atmung vereinfachen: Versuche langsamer auszuatmen als einzuatmen (z. B. 4 Sekunden ein, 6–8 Sekunden aus). Wenn möglich, zähle dabei.

  3. Wahrnehmung erden: Nenne Dinge im Raum (5–4–3–2–1: 5 Dinge sehen, 4 fühlen, 3 hören, 2 riechen, 1 schmecken). Das lenkt aus der Katastrophenspirale.

  4. Körper entlasten: Setz dich hin, lockere Kiefer und Schultern, trink ein Glas Wasser. Manchmal hilft kühle Luft/kaltes Wasser an den Handgelenken.

Danach: Muster verstehen statt bekämpfen

Panikattacken werden oft durch Stress, Überlastung, Schlafmangel oder bestimmte Gedanken (z. B. „Ich bekomme keine Luft“) verstärkt.

Notiere 1–2 Sätze:

  • Was war der Auslöser?

  • Welche Gedanken kamen zuerst?

  • Was hat mir geholfen?

Langfristig wirksam

Viele Menschen profitieren von Atem-/Panik-Coaching und besonders von kognitiver Verhaltenstherapie. Dort lernst du, Panikreaktionen umzudeuten und Sicherheitsverhalten (z. B. „nur noch zuhause sein“) Schritt für Schritt abzubauen.

Wenn Panikattacken häufig auftreten oder stark einschränken: Hol dir Unterstützung.

Du musst das nicht allein durchstehen.

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie und Hypnosetherapie

für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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