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Wenn Gedanken und Handlungen zur Last werden

Haben Sie schon einmal das Haus verlassen und sich kurz darauf gefragt:

Habe ich eigentlich den Herd ausgeschaltet?

Für die meisten von uns reicht ein kurzer Blick zurück, und die Zweifel verfliegen.

Doch für Menschen, die unter einer Zwangserkrankung leiden, ist das erst der Beginn eines oft quälenden Kreislaufs.

Was sind Zwänge?

In der Psychologie unterscheiden wir zwischen zwei Hauptkomponenten:

  • Zwangsgedanken:

    Wiederkehrende, ungewollte und oft als bedrohlich oder ekelerregend empfundene Gedanken, Bilder oder Impulse

    z. B. die Angst, Schmutz zu übertragen oder einen Fehler zu machen.

  • Zwangshandlungen:

    Rituale oder Verhaltensweisen, die Betroffene ausführen müssen, um die Angst oder Anspannung zu reduzieren, die durch die Zwangsgedanken ausgelöst wird

    z. B. exzessives Händewaschen, ständiges Kontrollieren.

Der Teufelskreis aus Angst und Ritual

Das Tückische an Zwängen ist die Erleichterung, die kurzzeitig nach dem Ausführen eines Rituals eintritt.

Sie verstärkt das Verhalten jedoch massiv: Das Gehirn lernt, dass nur die Handlung die vermeintliche Gefahr abgewendet hat.

So verfestigt sich der Zwang immer tiefer im Alltag. Betroffene leiden oft im Stillen, da Schamgefühle sie davon abhalten, Hilfe zu suchen.

Dabei schränkt die Erkrankung die Lebensqualität drastisch ein.

Wege aus dem Zwang

Gute Nachrichten vorweg:

Zwangsstörungen sind gut behandelbar.

Ein zentraler Baustein in der Psychotherapie ist die Verhaltenstherapie, insbesondere die sogenannte Reaktionsverhinderung.

Hier lernen Patientinnen und Patienten Schritt für Schritt, die Angst auszuhalten, ohne dem gewohnten Ritual nachzugeben.

Das Gehirn merkt mit der Zeit: Die befürchtete Katastrophe tritt auch dann nicht ein, wenn das Ritual ausbleibt.

Haben Sie das Gefühl, dass Zwänge Ihren Alltag oder den von jemandem, den Sie kennen, belasten?

Professionelle Hilfe ist der erste Schritt zur Freiheit.

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie und Hypnosetherapie

für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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Was tun bei Panikattacken?

Panikattacken können sich anfühlen, als würde „etwas Schlimmes gleich passieren“:

Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel, Gedanken wie „Ich halte das nicht aus“.

Wichtig ist: So intensiv es wirkt – eine Panikattacke ist unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich.

Sie hat einen Höhepunkt und lässt dann wieder nach.

In der Akutsituation: Erst beruhigen, dann handeln

  1. Bleib bei dir: Sag dir innerlich: „Das ist eine Panikattacke. Sie ist unangenehm, aber vorübergehend.“

  2. Atmung vereinfachen: Versuche langsamer auszuatmen als einzuatmen (z. B. 4 Sekunden ein, 6–8 Sekunden aus). Wenn möglich, zähle dabei.

  3. Wahrnehmung erden: Nenne Dinge im Raum (5–4–3–2–1: 5 Dinge sehen, 4 fühlen, 3 hören, 2 riechen, 1 schmecken). Das lenkt aus der Katastrophenspirale.

  4. Körper entlasten: Setz dich hin, lockere Kiefer und Schultern, trink ein Glas Wasser. Manchmal hilft kühle Luft/kaltes Wasser an den Handgelenken.

Danach: Muster verstehen statt bekämpfen

Panikattacken werden oft durch Stress, Überlastung, Schlafmangel oder bestimmte Gedanken (z. B. „Ich bekomme keine Luft“) verstärkt.

Notiere 1–2 Sätze:

  • Was war der Auslöser?

  • Welche Gedanken kamen zuerst?

  • Was hat mir geholfen?

Langfristig wirksam

Viele Menschen profitieren von Atem-/Panik-Coaching und besonders von kognitiver Verhaltenstherapie. Dort lernst du, Panikreaktionen umzudeuten und Sicherheitsverhalten (z. B. „nur noch zuhause sein“) Schritt für Schritt abzubauen.

Wenn Panikattacken häufig auftreten oder stark einschränken: Hol dir Unterstützung.

Du musst das nicht allein durchstehen.

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie und Hypnosetherapie

für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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Leben im Dauer-Alarmzustand

Die Generalisierte Angststörung

Jeder kennt das Gefühl von Besorgnis vor einer Prüfung oder einem wichtigen Gespräch. Doch was passiert, wenn die Angst kein Ablaufdatum hat? Wenn sie sich nicht auf eine bestimmte Situation bezieht, sondern wie ein dichter Nebel über dem gesamten Alltag liegt? Genau das beschreibt die Generalisierte Angststörung (GAS).

Was ist eine GAS?

Im Gegensatz zu Phobien (wie der Angst vor Spinnen) ist die GAS „frei flott“. Betroffene leiden unter chronischen, unrealistischen Sorgen, die sich um alltägliche Dinge drehen: die Gesundheit der Familie, Finanzen oder Fehler im Beruf. Das Gehirn schaltet permanent in den Überlebensmodus, obwohl keine reale Gefahr droht.

Die Symptome: Mehr als nur „Grübeln“

Eine GAS ist keine reine Kopfsache, sondern zeigt sich psychisch und körperlich:

  • Mentale Erschöpfung: Unkontrollierbare Sorgenketten („Was wäre, wenn...?“) und ständige Nervosität.

  • Körperliche Signale: Chronische Muskelverspannungen (oft im Nacken- und Schulterbereich), Schlafstörungen, Herzrasen und Magen-Darm-Beschwerden.

Wege aus der Angstschleife

Niemand muss diesen Dauer-Alarmzustand einfach hinnehmen. Die Psychologie bietet wirksame Ansätze:

  1. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Sie gilt als Goldstandard. Betroffene lernen, katastrophisierende Gedankenmuster zu erkennen, zu hinterfragen und schrittweise zu verändern.

  2. Achtsamkeit & Entspannung: Methoden wie die Progressive Muskelentspannung (PMR) oder Meditation helfen, das überreizte Nervensystem zu beruhigen und im Hier und Jetzt anzukommen.

Wichtig zu wissen: Die Generalisierte Angststörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, aber sie ist hervorragend behandelbar.

Der erste Schritt zur Besserung ist das Durchbrechen des Schweigens. Professionelle Hilfe durch Psychotherapeuten kann Betroffenen die Lebensqualität und die Leichtigkeit zurückgeben, die sie so lange vermisst haben.

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie und Hypnosetherapie

für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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