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Kurzzeittherapie erklärt: Die Macht einer einzigen Sitzung

In einem aktuellen Podcast-Interview wird die lösungsorientierte Kurzzeittherapie als radikal klientenzentrierter Ansatz vorgestellt:

Der Klient kennt die Lösung bereits – der Therapeut hilft nur, sie sichtbar zu machen.

Zentrale Haltung:

Der Therapeut ist kein Experte für das Problem, sondern Begleiter, der aktiv zuhört, Vertrauen schafft und gezielte Fragen stellt. Statt jahrelang in der Vergangenheit zu graben, richtet sich der Fokus konsequent auf das, was bereits funktioniert.

Wichtige Prinzipien:

  • Lösungen entstehen aus Ausnahmen vom Problem („Wann war es schon mal besser?“)

  • Stärken und vorhandene Kompetenzen werden bewusst gemacht

  • Konkrete, kleine nächste Schritte werden erarbeitet

  • Die Sitzung (meist 45–90 Minuten) wird so gestaltet, als wäre sie die einzige – dadurch entsteht hohe Intensität und Klarheit

Viele Menschen erleben schon nach einer Sitzung spürbare Erleichterung. Nachuntersuchungen zeigen: Bei über 70 % der Klienten hält die Veränderung nach einem Jahr noch an. Themen wie Stress, Ängste, Beziehungsprobleme, Entscheidungskrisen oder belastende Verhaltensmuster lassen sich oft mit 1–3 Sitzungen bearbeiten.

Kurzzeittherapie ist keine Abkürzung, sondern eine andere Philosophie:

Sie traut dem Menschen zu, Experte seines eigenen Lebens zu sein – empowernd, effizient und nachhaltig wirksam.

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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Blackout: Wenn das Licht im Kopf ausgeht

Ein Blackout ist ein plötzlicher, oft beängstigender Verlust des Zugriffs auf Erinnerungen oder Wissen, häufig in Stresssituationen wie Prüfungen oder Vorträgen. Psychologisch betrachtet ist ein Blackout eine Schutzreaktion des Gehirns: Unter extremem Druck blockiert das limbische System, das für Emotionen zuständig ist, den Zugriff auf den präfrontalen Kortex, der für logisches Denken und Gedächtnis verantwortlich ist. Adrenalin und Cortisol überfluten den Körper, was die Konzentration erschwert.

Ursachen können Überforderung, Schlafmangel oder Angst sein. Besonders Perfektionisten sind anfällig, da sie sich selbst unter hohen Druck setzen. Doch ein Blackout ist kein Zeichen von Inkompetenz, sondern ein temporäres Phänomen.

Was hilft?

  • Vorbereitung: Regelmäßiges Üben reduziert Unsicherheit.

  • Atemtechniken: Tiefes, langsames Atmen beruhigt das Nervensystem.

  • Positive Selbstgespräche: Statt „Ich versage“ hilft „Ich kann das“.

  • Pausen: Kurze Unterbrechungen können den Kopf klären.

Ein Blackout ist kein Weltuntergang. Mit der richtigen Strategie lässt sich die Kontrolle zurückgewinnen. Wichtig ist, sich selbst zu verzeihen und die Situation als Lernmoment zu sehen. 

Herzlichst, Sandra Sett

Psychotherapie für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung

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