Blackout: Wenn das Licht im Kopf ausgeht
Ein Blackout ist ein plötzlicher, oft beängstigender Verlust des Zugriffs auf Erinnerungen oder Wissen, häufig in Stresssituationen wie Prüfungen oder Vorträgen. Psychologisch betrachtet ist ein Blackout eine Schutzreaktion des Gehirns: Unter extremem Druck blockiert das limbische System, das für Emotionen zuständig ist, den Zugriff auf den präfrontalen Kortex, der für logisches Denken und Gedächtnis verantwortlich ist. Adrenalin und Cortisol überfluten den Körper, was die Konzentration erschwert.
Ursachen können Überforderung, Schlafmangel oder Angst sein. Besonders Perfektionisten sind anfällig, da sie sich selbst unter hohen Druck setzen. Doch ein Blackout ist kein Zeichen von Inkompetenz, sondern ein temporäres Phänomen.
Was hilft?
Vorbereitung: Regelmäßiges Üben reduziert Unsicherheit.
Atemtechniken: Tiefes, langsames Atmen beruhigt das Nervensystem.
Positive Selbstgespräche: Statt „Ich versage“ hilft „Ich kann das“.
Pausen: Kurze Unterbrechungen können den Kopf klären.
Ein Blackout ist kein Weltuntergang. Mit der richtigen Strategie lässt sich die Kontrolle zurückgewinnen. Wichtig ist, sich selbst zu verzeihen und die Situation als Lernmoment zu sehen.
Herzlichst, Sandra Sett
Psychotherapie für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung