Einsamkeit: Ein stiller Begleiter
Einsamkeit ist mehr als das Fehlen von Gesellschaft – sie ist ein tiefes Gefühl der Isolation, das auch in Menschenmengen auftreten kann. Psychologisch betrachtet entsteht Einsamkeit, wenn unsere sozialen Bedürfnisse nach Verbindung, Verständnis und Zugehörigkeit unerfüllt bleiben. Sie kann durch Lebensübergänge wie Umzüge, Verluste oder gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst werden.
Einsamkeit wirkt sich auf Körper und Geist aus: Sie erhöht Stresshormone, schwächt das Immunsystem und kann Depressionen begünstigen. Dennoch ist sie kein Schicksal. Bewusste Schritte wie der Aufbau kleiner, authentischer Verbindungen – ein Gespräch mit einem Nachbarn, ein Anruf bei einem Freund – können helfen. Auch Selbstmitgefühl spielt eine Schlüsselrolle: Sich selbst zu akzeptieren, reduziert den inneren Druck, perfekt sein zu müssen, um geliebt zu werden.
Wichtig ist, Einsamkeit nicht mit Alleinsein zu verwechseln. Letzteres kann erfüllend sein, wenn es bewusst gewählt wird. Wer jedoch unter Einsamkeit leidet, sollte aktiv werden: Hobbys, Ehrenämter oder Therapie bieten Wege, Verbindungen zu knüpfen. Einsamkeit ist menschlich, doch sie muss nicht dauerhaft sein – der erste Schritt beginnt mit einem kleinen Mut zur Öffnung.
Herzlichst, Sandra Sett
Psychotherapie für Rheinberg, Moers, Wesel, Duisburg und Umgebung